Die Juniorwahl 2026 zum Berliner Abgeordnetenhaus

Am 17. September 2026 war es an unserer Schule endlich so weit. Die Schüler:innen der Jahrgänge 9 bis 13 durften im Rahmen der Juniorwahl ihre Stimmen für das Berliner Abgeordnetenhaus abgeben. Das Interesse war groß, was sich auch in der Wahlbeteiligung von 91,1 % zeigte. Von 707 Wahlberechtigten haben 644 ihre Stimme abgegeben. Gleich am nächsten Tag, dem 18. September, machte sich unser Politik-Leistungskurs des 12. Jahrgangs an die Arbeit. Wir haben die Stimmzettel gezählt, die Ergebnisse gründlich ausgewertet und anschauliche Plakate gestaltet, um die Ergebnisse für alle in der Schule sichtbar zu machen.

In der Gesamtauswertung aller Klassen zeigt sich ein klares Ergebnis. Die Partei Die Linke wurde bei den Zweitstimmen mit 23,8 % stärkste Kraft an unserer Schule, gefolgt von der SPD mit 17,5 %. Dahinter reihen sich die Grünen mit 11,1 %, die AfD mit 10,9 % und die CDU mit 10,4 % ein. Auch kleinere Parteien wie Volt schafften es bei uns mit 5,3 % über die 5%-Hürde.

Besonders spannend wird es jedoch, wenn man sich die einzelnen Jahrgangsstufen genauer anschaut. Im 9. Jahrgang erzielte die AfD mit 17,44 % ihr stärkstes Ergebnis an der Schule. Je älter die Schülerinnen und Schüler werden, desto weiter nimmt dieser Wert ab. Im 11. Jahrgang lag die AfD noch bei 11,83 % und sinkt im 13. Jahrgang schließlich auf 8,0 %. Umgekehrt gewinnen Parteien wie die CDU und die Grünen in den oberen Klassen deutlich dazu.  Die CDU erreichte in der 13. Klasse mit 18,2 % ihren Höchstwert und auch die Grünen schnitten dort mit 17,1 % stark ab.

Wir im Politikkurs haben vor der Auswertung persönlich eine viel tiefere und schärfere Spaltung unserer Schülerschaft in ein ganz links und ganz rechts erwartet. Die Ergebnisse zeigen uns jedoch ein anderes Bild. Das Wahlverhalten hängt stark davon ab, wie lange man schon politische Bildung an der Schule genießt. Wir haben in unserer Schülerschaft in den verschiedenen Jahrgängen Interviews geführt, da uns die Meinungen zu den Ergebnissen sehr interessiert haben.

Während in den jüngeren Jahrgängen Themen und Trends aus sozialen Medien wie

TikTok einen spürbaren Einfluss auf die Entscheidung haben, treffen die älteren Schülerinnen und Schüler nach mehreren Jahren Politikunterricht meist bedachtere und vielfältigere Wahlentscheidungen.

Ergebnisse der Juniorenwahl

Einordnung der Ergebnisse