Hackathon gegen Hate Speech – Unser “Speak Up”-Projekt in Italien

Wir hatten vor kurzem die Chance, zu acht mit dem Erasmusprogramm „Speak Up“ nach Italien (Syrakus) zu fliegen, um an einem internationalen Hackathon gegen Hate Speech teilzunehmen. Dort haben wir gemeinsam mit Jugendlichen aus Italien, Polen und Ungarn an möglichen Lösungen gearbeitet und gleichzeitig viel über das Leben und die Kultur vor Ort gelernt.

Am Anfang wurden wir in Gruppen eingeteilt, jeweils mit vier Personen aus verschiedenen Ländern. Jede Gruppe hat sich ein Thema ausgesucht, zum Beispiel Cybermobbing oder Rassismus. Danach haben wir gemeinsam überlegt, was an unserem Thema besonders wichtig ist und welche Probleme es gibt. Dabei war es interessant zu sehen, wie unterschiedlich die Perspektiven aus den verschiedenen Ländern sind.

Im nächsten Schritt haben wir versucht, eine realistische Lösung zu entwickeln. Dabei sind viele kreative Ideen entstanden. Am Ende hat jede Gruppe eine PowerPoint erstellt und ihre Ergebnisse den anderen Gruppen und Lehrern vorgestellt. Das war eine gute Gelegenheit, unsere Ideen zu teilen und Feedback zu bekommen. Ein besonderer Moment war die Wortmeldung eines ungarischen Schülers, der die demokratischen Missstände in seiner Heimat darstellte und allen dadurch die besondere Bedeutung der EU deutlich machte.

Neben dem Hackathon war auch das Erasmus-Projekt insgesamt sehr spannend, weil es viel um Austausch, Zusammenarbeit und gemeinsames Lernen ging. Wir haben nicht nur im Team gearbeitet, sondern auch außerhalb der Workshops viel miteinander erlebt.

Ein wichtiger Teil unseres Aufenthalts war das Leben in Gastfamilien. Dadurch konnten wir den italienischen Alltag direkt miterleben, unsere Sprachkenntnisse verbessern und neue Erfahrungen sammeln. Die Familien waren sehr offen und freundlich, was die Zeit dort nochmal besonderer gemacht hat.

Natürlich haben wir auch einiges von der Umgebung gesehen. Wir haben zum Beispiel das Castello Maniace besucht, das direkt am Meer liegt, und waren im Naturgebiet Plemmirio, wo wir die Küstenlandschaft erkunden konnten. Auch ein Ausflug nach Palazzolo Acreide war dabei, wo wir eine alte Kirche besichtigt haben und sogar sehen konnten, wie historische Gebäude restauriert werden.

Ein Highlight war auch der Besuch im archäologischen Park von Neapolis mit dem berühmten „Ohr des Dionysios“ und dem antiken Theater. Außerdem haben wir den Bürgermeister im Rathaus getroffen und die Kathedrale von Syrakus besichtigt.

Obwohl wir am Pi Day (14.03.) schon abreisen mussten, konnten wir noch das Monument zu Ehren der Zahl Pi sehen – passend, da Syrakus die Heimatstadt von Archimedes, dem Entdecker der Zahl Pi, ist. Archimedes entwickelte ein Verfahren zur Berechnung der Zahl Pi, indem er den Umfang eines Einheitskreises mit regelmäßigen Vielecken näherte.

Insgesamt war der Hackathon und die ganze Reise eine tolle Erfahrung. Wir haben nicht nur viel über das Thema Hate Speech gelernt, sondern auch neue Leute kennengelernt, im Team gearbeitet und einen Einblick in ein anderes Land bekommen.

Laura Hamm, Pauline Köppe (9.24), S. Müller, C. Saul und F. Fischer

„Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können dafür verantwortlich gemacht werden.“